Die Leute standen dabei und schauten zu.

„Die Leute standen dabei und schauten zu; auch die führenden Männer des Volkes verlachten Ihn und sagten: Anderen hat Er geholfen, nun soll Er sich selbst helfen, wenn Er der erwählte Messias Gottes ist“ (Lk 23,35).

Die meisten Menschen stehen immer noch dabei und schauen zu. Sie machen gar nichts. Sie sind ein Teil der grauen, formlosen Masse. Sie rufen „Hosanna“ wenn alle rufen „Hosanna“, sie rufen „kreuzige Ihn“, wenn alle rufen „kreuzige Ihn“. Und sonst stehen sie dabei und schauen zu. Sie schauen zu, wie ihr Leben in Sinnlosigkeit vergeht. Sie schauen zu, wie sie mit dem Wort Gottes nichts zu tun haben. Sie schauen zu, dass andere auf sie schauen und denken: „hmm, das sind also Christen“. Sie schauen zu, wie Christus für sie leidet, verlacht und verspottet wird. Denn für ihre Sünden wurde Er gekreuzigt. Aber wie viele noch Sünden muss Er auf sich nehmen und sie tragen? Für sie leiden? Und so sitzen wir bequem in unseren Wohnungen, leben ein lauwarmes Leben, beschäftigen uns mit unseren Interessen, kümmern uns um unser Wohl. Sind zu feige und zu faul. Und dann quatschen von der Liebe, die wir noch weder verstanden und erkannt haben. Denn die Liebe ist uns am Kreuz erschienen. Und dürfen wir denn das Wort „Liebe“ überhaupt in unser Mund nehmen, solange wir DIE Liebe die ganze Zeit leiden lassen, Ihr neue Schmerz zufügen, sie direkt und indirekt verspotten, verachten und auslachen – oder es auch zulassen, dass sie verspottet. verachtet und ausgelacht wird.

Und alle standen dabei. Sie werden auch weiter da stehen bleiben und zuschauen, wie die Liebe an das Kreuz für ihre Sünden genagelt wurde und in den schrecklichsten Schmerzen sterben musste. Es werden nur die wenigen geben, die ihre Komfort-Zone, die Welt, verlassen werden, um dieser Liebe zu folgen – um mit Ihr zu leiden, mit Ihr das Heil für die Welt bringen, mit Ihr sterben und mit Ihr für die Ewigkeit aufzuerstehen. Um immer mit dieser Liebe vereint zu sein. Nur die wenigen werden es geben, die den schmalen Weg der Erlösung gehen werden. Es wird nur die wenigen sein, die im Himmelreich am Mahl des Lammes – am Mahl der Liebe – teilnehmen werden. Warum wenige? Weil der Glaube zwingt den Menschen aktiv zu sein, zu gehen, zu forschen, zu arbeiten für das Himmelreich. Und weil die meisten anderen eher da stehen bleiben und werden weiter hin passiv beobachten. Sie werden das Evangelium und die Botschaft Christi komplett umdrehen, um sie an ihre eigene perverse Gedanken anzupassen, damit sie ihren Platz und ihr Leben nicht verlassen und nicht verändern müssen. Sie werden weiterhin über die Liebe schwärmen, während sie die ganze Zeit diese Liebe erneut kreuzigen und sie mit ihrem Leben und ihrer Lebensweise offensichtlich verachten.

Aber es werden immer wieder auch Menschen geben, die dem Ruf nach die Ewigkeit gehört haben, dessen Herzen die Liebe berührt hat und die es nicht anders können, als alles zu verlassen und dieser Liebe zu folgen – überall wo sie hingeht. Sie werden die Fremde in dieser Welt werden, sie werden verfolgt und ausgelacht und verachtet – genau so wie die Liebe, die sie mit dem himmlischen Feuer getauft hat. Aber all das wir für sie von keiner Bedeutung sein. Schon nach kurzer Zeit, nachdem sie ein Leben erfüllt mit Sinn, Liebe, Freude und Frieden gelebt haben, werden sie in die ewige Heimat als Erben und Freunde Christi empfangen werden. Dort wartet auf sie ewige Herrlichkeit. In der absoluten Einheit mit der Liebe – mit Gott, der im Lichte ist.

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