Wenn die schrecklichen Dinge passieren …

„Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die Ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und der Herr antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, dass diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage Ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete; meint ihr, dass sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Nein, sage Ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen“ (Lk 13, 1-5).

Wir hören immer wieder von den schrecklichen Dingen, Unfällen und Unglücken, die den Menschen in der Welt widerfahren – fern und nah. Und dann denken wir, wir schrecklich, dass sie so etwas erleben mussten, dass ihr Leben so abrupt unterbrochen wurde, dass sie so unschuldig und sinnlos sterben mussten.

Und dann denken wir an uns, was für ein schönes Leben wir haben, dass wir in einem demokratischen Land wohnen, dass unsere Kühlschränke mit den Lebensmitteln überfüllt sind, während so viele andere Menschen an Hunger sterben. Dass wir in einer friedlichen Zeit leben, während so viele anderen von Kriegen und Verbrechen betroffen sind.

Christus spricht zu uns und sagt, dass es keinen Unterschied zwischen den Menschen, die schreckliche Dinge erleben und uns gibt, wenn wir uns nicht umkehren. Denn egal wie wir alle sterben, wenn wir uns nicht umkehren, werden wir umkommen. Ob nach einem schönen oder nach einem schrecklichen Leben.

Die Umkehr ist immer mit der großen Freude verbunden – für einen Umkehrenden ist die Suche beendet – er hat die Vergebung der Sünden, er hat das ewige Leben, er hat seinen Geliebten – seinen Gott, Der ihn so sehr geliebt hat, dass Er für ihn Mensch geworden ist, gelitten und gekreuzigt wurde – um seine Schulden zu bezahlen, um ihn zu retten und zu erlösen. Zu umkehren bedeutet von der Last der Vergangenheit und der Sünde befreit zu werden. Und viel mehr als das – das bedeutet die Wirkung der Vergangenheit auf die Gegenwart und auf die Zukunft zu unterbrechen. Mensch, der umkehrt und glaubt bekommt eine Chance vom Gott des Universums alles neu anzufangen – und dieser neuer Anfang wird ihm immer wieder gegönnt. Alles, ja alles, kann von Vorne angefangen werden! Ist das nicht eine wunderschöne Nachricht?

Es handelt sich nur und ausschließlich um das ewige Leben. Und um ewig zu leben, müssen wir wieder unsterblich – oder Gott-ähnlich gemacht werden. Das ist was das Wort „Theosis“ oder „Vergöttlichung bedeutet. Die Wiederherstellung unserer Natur, die  Gott mit uns teilen möchte. Damit wir ein reines Abbild Gottes werden – ein Spiegel Seiner Herrlichkeit und Liebe!

Das irdische Leben vergeht und zwar sehr schnell. Niemand weiß, wann für uns die Stunde schlägt. Eilen wir zu Christus, damit uns unsere Sünden vergeben werden und die ewige Freude unsere Herzen erfüllt! Eilen wir zu Ihm, der uns geliebt hat und liebt – denn Gott ist Liebe! Eilen wir jetzt zu Ihm, der uns in sich verwandeln möchte! Eilen wir zu Ihm, damit wir mit Ihm immer in ewiger Freude und im unbeschreiblichen Frieden leben – für immer und ewig! Amen.

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