„Wir werden für Tote gehalten – aber sehe! Wir leben!

„Wir erweisen uns als Gottes Diener, ob wir nun geehrt oder geschmäht werden, ob man Schlechtes über uns redet oder Gutes. Wir werden als Betrüger angesehen, aber wir halten uns an die Wahrheit. Wir werden nicht beachtet und sind doch anerkannt. Wir werden für Tote gehalten, und doch seht – wir leben. Wir werden schwer gezüchtigt und kommen doch nicht um. Menschen machen uns traurig, aber wir sind immer voll Freude. Wir sind arm, aber machen viele reich. Wir besitzen nichts, und doch alles gehört uns“ ( 2 Kor 6 vom Griechischen).

Ich staune immer über diese Worte des heiligen Apostel, die die Kraft des Christen offenbaren. Ja, auch heute, wir Christen, werden für Tote gehalten. Die Kirchen sind um die weltlichen Dinge bemüht, die meisten Christen sind weltlich und leben nicht nach dem Evangelium, auch wenn viele von ihnen sehr religiös sind. Es gibt tausende von Irrlehren. Wir spüren keine Kraft mehr. Das Christentum ist von inneren Streiten zerrissen  – es gibt scheinbar keine Einheit. Und doch, kann es etwa wahr sein, dass das Gebet unseres Herrn Jesus Christus: „Möge alles eins sein, wie ich in Dir und Du in mir“ nicht erhört wurde? Dass der Vater Seinem Sohn nicht gegeben hat, wonach Er gebetet hat? Nein, das kann nicht sein. Und die wahre Kirche Gottes lebt – auch wenn sie für tot erklärt wurde, – sehe, sie lebt! Sie ist eine kleine Herde, die nicht von der Welt ist. Sie lebt nach den anderen Gesetzen, sie wird vom Heiligen Geist und nicht von den persönlichen Ambitionen geleitet. Sie ist die „kleine Säure“ die den ganzen Teig durchsäuert, auch wenn nur zwei oder drei Gerechten übrig geblieben sind, es wird reichen, um das Wunder der Auferstehung von den Toten zu erleben. Und die wahre Kirche Gottes lebt in ständiger Hoffnung auf diese Auferstehung!

Die Menschen werden uns immer wieder versuchen traurig zu machen, uns zu beleidigen uns weh zu tun. Aber die Freude eines Christen ist nicht von dieser Welt. Nichts kann ihm diese himmlische Freude im Herrn rauben. Das wird unsere Feinde nur wütend und kraftlos machen, wenn sie sehen, dass wir uns im Herrn immer freuen können! Der Teufel fürchtet vom nichts so sehr, wie von dieser kleinen Herde, die das Himmelreich erben wird. Und so versucht er sie Mal zu kaufen (durch die Ehre) und Mal zu verfolgen (durch den Schmach). Aber ein Christ bleibt vom beiden völlig unbeeindruckt. Denn sein Leben ist nur in Christus verborgen und nichts braucht er im Leben außer mit Christus zu sein. Die Welt kann uns arm machen, aber wir werden weiterhin viele reich machen. Die Welt kann uns alles nehmen, und doch weiterhin wird uns alles gehören. Die Welt kann uns als Betrüger verachten – aber wir verkünden die einzige Wahrheit! Die Welt kann uns züchtigen und uns weh tun, aber wir werden davon nicht untergehen! Die Welt kann uns töten – aber sehe, wir leben! Denn uns ist die Kraft der Auferstehung von den Toten geschenkt wurde – in Christus Jesus unserem Herrn!

Was für ein Glück! Ihm sei Lob und Dank in aller Ewigkeit!

 

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