Stein ins Brot?

Als der Teufel unseren Herrn versucht hat, wollte er zuerst, Christus möge der Stein in das Brot verwandeln. Die Antwort Christi war, dass nicht vom Brot allein wird der Mensch leben, sondern vom Wort Gottes. Ein Stein kann nicht zum Brot werden. Ein Stein muss zuerst zur Erde werden, dann die Erde muss den Saat empfangen, Weizen muss wachsen, sodass daraus später Brot gebacken werden kann.

Diese Versuchung, wie alle andere, sind ein Teil unseres Alltags. Wir nehmen Geld und kaufen uns Brot – ohne uns geringste Gedanken zu machen, wie kommen wir jetzt überhaupt an dieses Brot. Die globale Wirtschaft hat schon alles gemacht, um uns von Gott, von der Natur und von einander zu trennen. Nur die Geldscheine sind noch übrig geblieben, die gegen alles Mögliche getauscht werden – ohne das wir am gekauften irgendein Teil haben.

Wir denken, wir leben, weil wir kaufen, weil wir essen, weil wir Karriere machen. Das sei Geld, das uns am Leben hält. Denn was sollten wir ohne Geld machen? Christus sagt, dass der Mensch von allem vom Wort Gottes lebt – vom lebendigen Brot, dass uns in der Gestalt Seines Sohnes, wahren Menschen und wahren Gottes Jesus Christus geschenkt wurde und das wir in der heiligen Eucharistie empfangen. Das ist das Wort Gottes, das uns das Leben schenkt – irdisches und ewiges.

Vergessen wir nie, dass alles allein durch das Gottes Wort entstanden ist und allein vom diesen Wort am Leben erhalten wird. Danken wir Gott für alle Seine gute Gaben – folgen wir Christus auf dem schmalen Weg nach, denn das ist der Weg der Vereinigung mit Gott, mit der Natur und mit den Menschen – mit der gesamten Schöpfung. Ernähren wir uns vom Gottes Wort und vom Brot des Lebens, dem Leib Christi, das uns im allerheiligsten Mysterium geschenkt wurde. Und verwandeln wir keine Steine ins Brot – sondern lassen wir unsere Herze aus Stein zur fruchtbaren Erde werden, die den guten Saat empfängt und reichliche Frucht bringt!

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