Sorgt euch um NICHTS!

„Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren“ (Phil 5, 6-7), schreibt der heilige Apostel Paulus.

Das ist etwas, was uns in dieser Welt immer sehr schwer fällt. Vielleicht weil wir überzeugt wurden, dass wir selbst um alles sorgen müssen. Und so leben wir in einer ständigen Sorge. In diesem Zustand kann vom Frieden des Herzens keine Rede sein. Und doch machen wir immer wieder die Erfahrung, wie wenig wir das Geschehen im Leben beeinflussen können. Manchmal machen wir uns viele Sorgen und dann stellen wir fest, dass es überhaupt keinen Grund gab, sich sorgen zu machen. Und manchmal sind wir überzeugt, dass wir alles „über den Tisch“ bringen können und dann doch scheitern.

Wir, Christen, leben jedoch in einer anderen Dimension und in einer anderen Welt. Wir haben uns von jeder Illusion des „ich-kann-es“ befreit – denn wir wissen, dass ohne Gott wir nichts – aber wirklich nichts – tun können. Den jeden Atemzug und jeden Herzschlag verdanken wir Gott allein. Und wir leben in der Dimension der göttlichen Liebe – geschützt und bewahrt vom allmächtigen und allwissenden, barmherzigen Gott. Nichts kann uns geschehen, ohne dass Gott es in Seiner unendlichen Liebe und Seinem göttlichen Vorsehen zugelassen hat. Und alles was uns im Leben geschieht, dient nur zu unserem Besten. Nicht alles können wir sofort verstehen, nicht alles sofort erkennen. Öfters müssen wir es aus Perspektive der Zeit sehen. Aber wir glauben und vertrauen darauf.

Der heilige Apostel schreibt, dass ein Christ um NICHTS sich Sorgen machen soll – wirklich um NICHTS. Und zwar in JEDER LAGE. Egal was im Leben gerade geschieht, macht Euch keine Sorgen! Sondern geht und spricht im Gebet mit Eurem Vater im Himmel. Und der Frieden Gottes wird unsere Herzen erfüllen und sie bewahren. Ein göttlicher Frieden, der alles Verstehen übersteigt!

Warum? Weil unser Verstehen wird uns immer wieder versuchen einzureden, wir sollen jetzt aber wirklich uns Sorgen machen!!! Siehst du nicht, was da geschieht? Siehst du nicht, wie schwierig die Lage ist? Siehst du nicht, wie groß die Probleme sind? Es ist nicht, das wir das alles nicht sehen – sondern wir sehen das alles mit unserem geistlichen Auge, das immer und nur auf Christus schaut. Wir brauchen uns um nichts Sorgen machen, weil wir als Christen alles haben – wir haben Gott und in Ihm haben wir jeden Segen. Gott allein genügt und wer Gott hat, der hat alles, schreibt hl. Teresa von Avila. Das ist so. Deswegen ist dieser Frieden so groß und mächtig, dass er unser Verstehen der Dinge und der Situation übersteigt. Wir schauen einfach drüber – weil unser Auge ist immer auf Christus gerichtet ist. Egal wie bedrohlich der Sturm des Lebens aussehen mag – ein Strahl Gottes kommt und alle Wolken und die größte Finsternis verschwinden.

Vertrauen wir immer auf unseren himmlischen Vater – denn nur auf Ihn allein können wir vertrauen! Nur in Gott finden wir Leben und Licht und Segen. Richten wir unseren Blick auf Christus und wenden wir ihn nie wieder von Ihm ab. Gott sorgt für uns – der Schöpfer des Himmels und der Erde ist unser Vater, Er hat uns versprochen um uns zu kümmern. Was brauchen wir noch? Worüber können wir uns noch Sorgen machen? Schauen wir ab jetzt auf Christus und überlassen wir alles, die Vergangenheit und die Gegenwart und die Zukunft unserem allmächtigen Vater. Leben wir nur für Ihn und erfüllen wir unsere Berufung als Seine Kinder, die nicht von der Welt sind. Er sorgt für uns – Er wird immer für uns sorgen. Und wir dürfen noch heute den Frieden geniessen, den himmlischen Frieden, der jedes Verstehen übersteigt!

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