Auf Knopfdruck?

Wir sind eine „Knopf-Druck-Gesellschaft“. Fast alles geschieht durch einen Knopfdruck. Ein Knopf gedrückt und es gibt Licht, es wird wärmer oder kühler, das Wasser kocht, das Fernsehe geht an, die Musik fängt an zu spielen. Alles muss schnell und effektiv sein – wir haben ja keine Zeit mehr. Und dann sind wir auch überzeugt, dass alles und jeder nur dafür da ist, um zu unserem Komfort beizutragen

und unsere Bedürfnisse zu erfüllen. Nicht das wir daran schuld sind, wir wurden im Westen so erzogen.

Wir sind eine Konsumgesellschaft. Wir sind die Kunden und alle schulden uns was. Diese Art des Lebens übertragen wir auch auf Gott und die Kirche. Unsere unendliche Wunsch- und Aufgabenliste, die Gott für uns, als ob Er unser Sekretär war, erledigen soll. Die Kirche, die wir als Theater oder Kino besuchen, mit der Erwartung, eine gute Unterhaltung zu bekommen. Es geht immer nur um „MICH“ und um „ICH“. ICH denke, ICH fühle, ICH erwarte, ICH möchte, das ist MEIN Recht, MIR zusteht. Dieses Denken hat das Christentum in Europa zerstört. Und uns natürlich auch. Abgezäumt von einander, mit unendlichen egoistischen Erwartungen und Förderungen, werden wir nicht zur Gesellschaft von Individualisten, wie wir es gerne sehen möchten, sondern zu einsamen, gebrochenen und kommunikationsunfähigen Menschen. Die westliche Zivilisation, die wir alle so schätzen, ist eine Zivilisation die uns vom Leben und vom Umgang mit den natürlichen Dingen, Stoffen, Materie und Elementen getrennt hat und droht alles auszulöschen, was lebt und atmet. Das ist jetzt, wie noch nie, dass wir die Umkehr im ursprünglichen Sinne des Wortes (Metanoia – die Veränderung und die Verwandlung des gesamten Denkens und des Seins des Menschen) brauchen. Wir sind in der Sackgasse – als Menschen und als Menschheit.

Nein, es hilft uns nicht glücklicher zu werden, wenn wir endlich mehr Geld verdienen, uns neue Hose oder Auto, oder Haus oder was auch immer kaufen. Es gibt nur ein Weg des Heils, nur ein einziger Weg den Sinn des Lebens zu finden und zu erfüllen, ein einziger Weg das wieder zu werden, was wir vor dem Sündenfall waren, der einzige Weg von der sterblichen und vergänglichen Existenz uns zu befreien und das ewige und unvergängliche Existenz zu erlangen – ein Leben für das wir geschaffen worden sind und das wir kollektiv verloren haben. Das ist der Weg der Rückkehr und der Vereinigung mit unserem Schöpfer, der Weg der Theosis – der Weg unserer Vergöttlichung. ++

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gedanken abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.