Der freie Wille

Gott hat dem Menschen den freien Willen geschenkt. Nur der freie Wille kann proklamieren: „Dein Wille geschehe“, weil er genau so einfach sagen könnte „Dein Wille geschehe nicht“. Wir können „ja“ und wir können „nein“ sagen. Im christlichen Leben müssen die zwei freien Willen (der Göttliche und der menschliche) immer miteinander übereinstimmen. Und wie Apostel Paulus schreibt: „in Ihm ist immer Ja“ (2 Kor 1,19), was auch erklärt den Text aus dem Mathäusevangelium 18,19 – „Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen, irgendeine Sache zu erbitten, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist“. Die Einheit ist nur möglich im und in der Übereinstimmung mit dem Willen Gottes, in dem gibt es keine Begrenzungen mehr und eine völlig neue eucharistische Realität des Körpers äußert sich im Gebet des Glaubens. Aber dieses „Ja“ muss kommen aus dem tiefsten Kern unserer Seele. Das ist die heilige Muttergottes die spricht für uns dieses „Ja“ aus, Mutter der lebenden und lebensspendenden Quelle.

Daraus können wir verstehen, warum Gott keine Befehle erteilt, sondern uns Seine Einladungen ausschickt: „Höre, Israel!“ Beschlusse eines Tyrannen stoßen immer auf Widerstand. Die Einladung Gottes zum königlichen Mahl bekommt eine fröhliche Annahme von all denjenigen, die „Ohren haben“. Der Auserwählte ist jemand, der die Einladung Gottes annimmt, der nimmt das Geschenk in seine Hand. „Und sie werden kommen und jubeln auf der Höhe Zions und herbeiströmen zu <all> dem Guten des HERRN: … Und ihre Seele wird sein wie ein bewässerter Garten“ (Jer 31,12). Paul Evdokimov

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Gedanken veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.