Das erste Gebot

Das erste und wichtigste Gebot ist: „Liebe Gott, deinen Herr, mit deinem ganzen Herzen, deinem ganzen Verstand, deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Vermögen“. Das Evangelium verkündet uns, dass der König ist gekommen und dass Sein Königreich ist im kommen. Aber wir lieben nicht das Königreich, sondern den König. Wir freuen uns nicht über die königliche Würde, die uns gegeben wurde, sondern über das Geschenk Gottes, das uns zu Seinen Kinder macht. Gott ist nicht jemand, der dafür da ist, um unsere Angelegenheiten auf der Erde zu ordnen, unser Wunschzettel, wie der Santa Klaus, zu erfüllen, an wem wir uns nur dann wenden, wenn uns etwas fehlt oder weh tut. „Gott allein genügt“, schreibt hl. Teresa. Gott allein genügt, weil in Ihm haben wir schon die ganze Fülle empfangen. Wer Gott hat, der hat wahrlich alles und es kann ihm unmöglich etwas fehlen. „Gott zu haben“ bedeutet „Gott zu lieben“. Das ist eine Liebesbeziehung, in der die menschliche Seele nur noch nach Gott verlangt, nur nach Ihm und nach Seine Nähe sehnt, will nur Ihn haben – und alles anderes als unwichtig sieht. Die Beziehung zwischen Gott und Mensch, bzw. zwischen Christus und Seiner Kirche wird uns auf dem Beispiel der Braut und des Bräutigams vermittelt. Das ist das Bild! Die absolute Vereinigung durch und in der Liebe. Möge Gott uns diese Gnade, Ihn über alles zu lieben, noch heute schenken! ++

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